31.03.23
Wir haben inzwischen Perth verlassen, waren zwei Tage in Denmark und sind heute abend in Esperance angekommen. Ich habe mal wieder Zeit einen Blog zu schreiben und werde erzählen war wir noch so erlebt haben.
Am 25.03 sind wir morgens mit der Fähre nach Rottnest Island gefahren. Wir hatten unsere Fahrräder dabei, denn auf der Insel sind keine Autos erlaubt.
Als ab auf die Fähre :
Dann ging es per Fahrrad über die Insel.
Insgesamt sind wir an dem Tag fast 40 km gefahren, bei etwas 33 Grad. Ja wir haben viel geschwitzt, aber es hat Spaß gemacht.
Die Insel ist ja bekannt für ihre Quokkas, die dort sehr zutraulich sind. Man kann überall Fotos von ihnen machen. Fälschlicherweise wird angenommen, dass Quokkas nur auf Rottnest Island vorkommen, sie sind aber überall im Südwesten von WA zu finden. Dort sind sie allerdings nicht zo zutraulich und deshalb sehr selten zu sehen.
Obwohl der Quokka auf den Rottnest Island zahlreich vorkommt, wird er als gefährdet eingestuft. Auf dem Festland, wo er durch eingeführte Raubtiere wie Rotfüchse, Katzen und Hunde bedroht ist, benötigt er dichte Bodenbedeckung als Zufluchtsort. Clearfell-Abholzung , landwirtschaftliche Entwicklung und Wohnraumerweiterung haben ihren Lebensraum reduziert und zum Rückgang der Arten beigetragen, ebenso wie die Rodung und Brandrodung der verbleibenden Sumpfgebiete. Darüber hinaus haben Quokkas normalerweise eine Wurfgröße von einem und ziehen jedes Jahr erfolgreich ein Junges auf. Obwohl sie sich ständig paaren, normalerweise einen Tag nach der Geburt der Jungen, trägt die geringe Wurfgröße zusammen mit dem begrenzten Raum und den bedrohlichen Raubtieren zur Knappheit der Art auf dem Festland bei.
Schätzungsweise 4.000 Quokkas leben auf dem Festland, wobei fast alle Festlandpopulationen Gruppen von weniger als 50 sind, obwohl eine rückläufige Gruppe von über 700 in den südlichen Wäldern zwischen Nannup und Dänemark vorkommt. Im Jahr 2015 hat ein ausgedehntes Buschfeuer in der Nähe von Northcliffe eine der lokalen Festlandpopulationen fast ausgerottet, wobei schätzungsweise 90 % der 500 Quokkas starben.
Im Jahr 2007 wurde die Quokka-Population auf Rottnest Island auf 8.000 bis 12.000 geschätzt. Schlangen sind die einzigen Raubtiere der Quokkas auf der Insel.
Ueber Rottnest Island gibt es leider in der Vergangenheit nicht all zu viel Gutes zu verstehen, denn zwischen 1838 und 1931 wurden auf Rottnest Island gefangene Aborigines unter erbärmlichen Bedingungen festgehalten und grausamer und unmenschlicher Behandlung ausgesetzt.
In den 1950 Jahren wurde die Insel dann immer touristischer.
Zwischen März und Mai 2020, während der COVID-19-Pandemie in Australien, wurde die Insel als Quarantänestation für ankommende Touristen und zurückkehrende Australier genutzt und alle Einwohner der Insel, mussten die Insel verlassen.
Am 26.03 waren wir zuerst im Maritim Museum und danach noch auf einer Tour im Fremantle Gefängnis Museum.
Zuerst das Maritim Museum :
Und die älteste Flaschenpost der Welt, natürlich in deutsch. Als würde jeder auf der Welt deutsch verstehen :
In dem Museum steht auch das Original Boot, die Australia II, mit dem Australien in 1983 den American Cup gewann. USA hatte den Cup die letzten 132 Jahre gewonnen, aber dann brachten die Australier das Boot mit dem Flügelkiel mit und gewannen mit 41 Sekunden Vorsprung. Die Amerikaner waren natürlich total angepisst und versuchten alles die Australier disqualifizieren zu lassen. Allerdings vergeblich, und so beendete Australien die längste Siegesserie der Sportgeschichte.
Hier der Flügelkiel :
Danach ging es weiter in das Fremantle Gefängnis Museum. Dieses Gefängnis wurde von 1850 bis 1855 von englischen Sträflingen, die nach WA verschifft wurden, errichtet. Sie haben also ihr eigenes Gefängnis gebaut. 1911 entschied ein Kommission, dass das Gefängnis nicht mehr zeitgemäß ist und geschlossen werden muss. Geschlossen wurde es dann 82 Jahre später im Jahre 1991, aber auch nur weil die Medien anfingen im Jahre 1986 über die Missstände in dem Gefängnis zu berichten. Ueber die Misstände selber will ich hier lieber nicht erzählen, denn was wir dort gesehen haben war echt abschreckend. Vielleicht ein kleiner Hinweis, selbst bis 1991 gab es in den Zellen keine Toiletten. Zwei Häftlinge teilten sich einen Eimer. Und erst 1980 kam Elektrizität in die Zellen.
Die Landesregierung traf 1981 dann die Entscheidung, das Fremantle-Gefängnis 1983 außer Dienst zu stellen, aber es blieb bis zum 30. November 1991 in Betrieb. Daraus ergabt sich die lustige Erfindung was WA als Abkürzung heißt. Nämlich nicht "West Australia" sondern "wait awhile". (also immer schön abwarten und nichts tun)
Hier ein paar Bilder von den Gebäuden :
In 1991, kurz bevor das Gefängnis dann geschlossen wurde, duften sich die Gefangenen dann an den Wänden verewigen :
Am Abend haben wir dann auf unserem Campingplatz die Bekanntschaft mit mehreren Bandicoot's gemacht :
Bandicoots sind eine Gruppe von mehr als 20 Arten kleiner bis mittelgroßer, terrestrischer, größtenteils nachtaktiver Beuteltier- Allesfresser in der Ordnung Peramelemorphia. Sie sehen zwar aus wie Ratten, bewegen sich aber wie kleine Kangaroos und mochten unsere Weintrauben und unsere Wassermelone sehr.
An unserem letzten Tag in Perth waren wir dann noch im Perth Aquarium auch AQWA genannt.
Das Aquarium ist auf Meerestiere spezialisiert, die an der 12.000 Kilometer langen Küste Westaustraliens leben. Insgesamt fasst AQWA über 4.000.000 Liter Wasser und beherbergt ungefähr 400 Arten von Meereslebewesen, darunter mehr als 4.000 Fische.
Die Einrichtung beherbergt zwei Premierenausstellungen:
Das Korallenriff von AQWA ist eines der größten lebenden Korallenriffe in einem Aquarium der Welt und zeigt atemberaubende lebende Korallen und Rifffische von Rottnest Island.
The DangerZone: mit einer Reihe gefährlicher und gifftigsten Meereslebewesen von WA, darunter Steinfische, Seeschlangen , Blauringkraken , Rotfeuerfische , Kofferfische und Kegelschnecken.
Das Hauptaquarium der Shipwreck Coast ist 40 Meter lang und 20 Meter breit und fasst 3.000.000 Liter Meerwasser. Es enthält einen 98 Meter langen Unterwasser-Acryltunnel, den größten in Australien. Diese Ausstellung enthält 3–4 Meter lange graue Ammenhaie , mit 4 Meter Spannweite, die grössten glatte Stachelrochen der Welt, große Karettschildkröten und über 70 andere Arten von Rochen, Tintenfischen, Haien und Fischen.
Dort haben wir zuerst eine private Bootstour mit einem Glasbodenboot gemacht :
Danach ging es noch in den Tunnel :
Und zum Schluss noch den Rest des Aquariums :
Es war der letzte abend in Perth uns somit auch der letzte Abend am indischen Ozean. Wir haben noch einmal den Sonnenuntergang genossen :
Am nächsten Tag ging es dann von Perth nach Denmark, ein kleiner verschlafener Ort an der Südküste von WA. Denmark ist dafür bekannt, dass dort um 1895 die schnellste wachsende Holzindustrie entstand. Allerdings waren dann 1903 alle Karri-Baume abgeholzt und alle Mühlen mussten schließen. Inzwischen hat sich der Karri Bestand wieder erholt und ist inzwischen auch staatlich geschützt.
In der Naehe von Denmark liegt "The Valley of the Gaints". Das Valley of the Giants ist eine ikonische Region an der Südküste Westaustraliens zwischen Dänemark und Walpole. Die Gegend ist weltberühmt für den Baumwipfelpfad, der 40 Meter hoch in den Baumkronen des uralten Prickelwaldes (Big red Tingle Tree) hängt.
Eine weitere Attraktion sind die Elephant Rocks, eine kleine Bucht mit riesigen Steinen, wovon manche aussehen wie Elefanten.
Eine steile Treppe führt zum schmalsten Strand der Welt :
Die Bucht selber und der Strand sind aber wunderschön :
Daneben liegt noch Greens Pool, eine weitere Bucht, die viel besucht wird :
Gestern ging es dann wieder nach Esperance :
Das neue Auto fährt sich wirklich gut. Kraft im Ueberfluss um den Caravan zu ziehen.
Die nächsten drei Tage verbringen wir also in Esperance, bevor wir wieder auf die stressvolle Fahrt durch die Nullarbor Wüste gehen. Diesmal mit nur einer Übernachtung in Madura, sodas wir etwas mehr als 1500 km an zwei Tagen fahren müssen.
Wir machen also große Schritte in Richtung Victoria. Es sieht so aus als wären wir am 21. April wieder zu Hause. Vorher haben wir aber noch einige Dinge vor, zum Beispiel eine kurze Fahrt mit dem Ghan. Es bleibt also spannend.
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