Sonntag, 6. März 2022

 07.03.2022

Es ist Montag und ich habe mal wieder etwas zu berichten. Wir haben es endlich geschafft auf unsere Hochzeitsreise zu gehen. Nachdem wir zweimal abgesagt mussten, sind einfach am 24.2 spontan losgefahren. Wir hatten ja schon geplant nach South Australia zu fahren und so haben wir unseren Caravan angehängt und sind auf und davon. 



Auf dem Weg nach Beach Port haben wir einen kleinen Stop an einem beeindruckenden Sinkhole eingelegt. South Australia hat mehrere dieser Sinkholes, aber das Umpherston Sinkhole nahe bei Mount Gambier ist wohl das Grösste und Schönste, auch bekannt als der versunkene Garten.

Hier von oben :




Und von innen :




Und fast direkt daneben der vulkanische See "Blue lake :





Natürlich trinkt man überall australisches Wildlife. Dieser Kerl lief einfach über die Strasse, also haben wir angehalten und ihn wieder ins Gebüsch gescheucht  :


Abend dann in Beachport :



 Und wie es sich für die Hochzeitsreise gehört, ein ordentliches Abendessen: 



Am nächsten Tag haben wir Beachport erkundet. Ich war ja schon öfters dort, aber das Museum kannte ich auch noch nicht.
Leider wieder mal eine tragische deutsche Geschichte, da wohl die ersten beiden australischen Soldaten auf australischen Boden von einer deutschen Seemine in Beach Port getötet wurden. Diese Mine wurde an den Strand gezogen  und als die beide Soldaten sie entschärfen wollten, hat eine Welle sie angehoben und zu Explosion gebracht. 



Danach noch ein kleine Ausfahrt am Strand bei extrem starkem Wind. :




Auf der Pier sieht man den Wind allerdings besser :



Und eine Rundfahrt um Beachport :






Am nächsten Tag ging es dann weiter ins Barossa Valley, die wohl bekannteste Weinregion in Australien mit deutschen Einfluss überall. Namen wie : Schild, Henschke, Peter Lehman, Kellermeister und Seppeltsfield sind bekannt für Spitzenqualität. 

Auf dem Weg dort hin noch schnell "Larry the Lobster" besucht, ein 17 Meter hoher Lobster der seit 1980 in Kingston SE steht  :



Und dann weiter nach Hahndorf, eine der ersten deutsche Siedlung in Australien. Im Dezember 1838 erreichte das Schiff "Zebra" mit 187 deutschen Immigranten an Bord Port Adelaide. Der Dreimaster stand unter dem Kommando des Sylter Kapitäns Dirk Meinerts Hahn. Dieser war von seinen Passagieren und deren Willen auszuwandern so beeindruckt, dass er ihnen half, ein geeignetes Stück Land zu finden und neu anzufangen. Im Mai 1839 hatten alle Siedler ihren Weg zum zugeteilten Land gefunden, und zu Ehren des Kapitäns nannten sie die Siedlung Hahndorf.
Der deutsche Einfluss ist heute immer noch deutlich sichtbar und so haben wir dort zu Mittag gegessen, typisch deutsch :





Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen von Verkostung. Beste Weine, deutsche Mettwurst und gutes Bier :










Der zweite Tag im Barossa Valley war dann etwas ruhiger, aber wir hatten sehr viel Spaß. Ein Besuch bei Henschke und Seppeltsfield standen auf dem Program. Zwei wunderschöne und uralte Weingüter. 





Dann zum Mittagessen dann nach Seppeltsfield eines der ältesten und grössten Weingüter in Australien.  

Als Joseph Ernst Seppelt im Jahre 1841 mit seiner Familie an Bord der "Skjold" stiegt, ahnte er wohl nicht, dass er seine Frau und zwei seiner vier Kinder auf dieser Reise verliert :



Gegründet von Joseph Ernst Seppelt im Jahre 1851 ist das Weingut heute immer noch bekannt für den 100 Jahre alten Portwein, den das Weingut seit 1978 jedes Jahr auf den Markt bringt und dessen Wert inzwischen bei 1500 Dollar für die 100 ml Flasche liegt.






Ach ja, und an dem Tag passierte noch etwas. Ich habe jetzt offiziell ein "Permanent Residency" Visa :


Der Nachmittag war dann von einem heftigen Regen begleitet :



Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Beachport, diesmal mit der Fähre über den Murray River :



Und am nächsten Tag ging es dann auch chon wieder nach Hause. Unsere Hochzeitsreise war kurz aber wirklich sehr schön. 

Jetzt at die neue Woche angefangen und wir müssen beide wieder ran. Aber das nächste Wochenende ist ein langes Wochenende und wir überlegen eventuell nochmal zwei tage Campen zu gehen.

Hier noch ein paar Nachzügler :





Und zum Schluss wie immer, diesmal passend zum Thema des Bloggs :